Wurzelbehandlung oder Zahn ziehen?
Wir helfen Ihnen, Ihren Zahn zu erhalten.
Wurzelbehandlung - Im Inneren vom gesunden Zahn befindet sich das Zahnmark (wir Zahnärzte nennen dies Pulpa). Das Zahnmark besteht aus Bindegewebe, Blutgefäßen und Nerven. Es setzt sich bis zur Wurzelspitze fort und geht in umliegende Blutgefäße und Nerven des Kieferknochens über. Wenn Bakterien durch eine tiefe Karies im Zahn bis zum Zahnmark vordringen, kann es zu einer (mitunter sehr schmerzhaften) Zahnwurzelentzündung kommen. Bleibt diese Entzündung unbehandelt oder manchmal über Jahre unentdeckt, dringen die Bakterien durchs Wurzelkanalsystem weiter vor. An der Wurzelspitze entstehen dann Knochenauflösungen, sogenannte apikale Osteolysen.
Die einzige und letzte Möglichkeit, Ihren erkrankten Zahn zu erhalten, ist eine Wurzelbehandlung, bei der der entzündete Zahnnerv entfernt wird. Bei uns in der Praxis sind wir auf Wurzelbehandlungen spezialisiert! Ich bin Dr. Karoline Waubke und als Zahnärztin jederzeit bei weiteren Fragen rund und die Wurzelbehandlung für Sie da. Vor dem Eingriff müssen Sie keine Angst haben, wir arbeiten mit neuester Technik und tun alles dafür, dass die Wurzelbehandlung möglichst schmerzfrei ist.
Zahnmedizin: Wissen über Endodontie
Wann ist eine Wurzelkanalbehandlung notwendig?
Häufige Symptome
Starke Schmerzen beim Genuss von heißen und kalten Speisen und Getränken.
Aufbiss- und Berührungsempfindlichkeit des Zahnes, unter Umständen auch Verfärbung des Zahnes
Ziehende oder klopfende bis in andere Kopfregionen ausstrahlende Schmerzen
Bei uns in der Zahnarztpraxis Dr. Karoline Waubke in München Schwabing führen wird die moderne Wurzelbehandlung durch. Diese erfolgt mit einer hohen Präzision und Aufmerksamkeit. Mithilfe eines Operationsmikroskops können wir alle Kanäle finden, und die Erfolgsaussichten, Ihren Zahn zu retten, auf bis zu 95 Prozent erhöhen.
Wurzelkanalbehandlung
Ablauf
Alle Sitzungen einer Wurzelkanalbehandlung finden unter einer örtlichen Betäubung statt. Daher ist die Behandlung für Sie nicht schmerzhaft. Ziel der Wurzelbehandlung ist es, Bakterien und entzündetes oder abgestorbenes Gewebe aus der Pulpahöhle und den Wurzelkanälen der Zahnwurzel zu entfernen. Zudem werden die Pulpahöhle und die Wurzelkanäle von Bakterien und Geweberesten befreit.
Zu Beginn der Behandlung wird der Zahn geöffnet, das bedeutet, dass die Wurzelkanaleingänge dargestellt werden. Die infizierte Pulpa (Zahnmark) wird von speziellen Instrumenten und einer chemischen Spülung mit Hilfe von Ultraschall entfernt. Damit wir die genaue Länge jedes einzelnen Wurzelkanals bestimmen können, wird bei uns mit einem elektrometrischen Längenmessgerät gearbeitet. Diese Geräte sind viel genauer als jedes Röntgenbild. Außerdem erspart wir unseren Patienten somit eine Strahlenbelastung durch Röntgen. Mit speziellen Nickel-Titanfeilen, die hoch flexibel sind, wird jeder einzelne Wurzelkanal bis hin zur Wurzelspitze gesäubert. Dies passiert unter Sicht und ständiger Kontrolle durch das Längenmessgerät. Hierdurch können wir genau erkennen ob die Kanäle gut gesäubert sind.
Wenn alle Wurzelkanäle sauber sind, füllen wir in diese ein Medikament ein, das gegen eine bakterielle Entzündung sowie schmerzlindernd wirkt. Zum Schluss der ersten Sitzung wird der Zahn mit einer nötigen, provisorischen Füllung verschlossen, damit in der Zwischenzeit keine neuen Bakterien eintreten können.
Bei der nächsten Sitzung entfernen wir zuerst der provisorische Füllung. Anschließend wird jeder einzelne Wurzelkanal nochmals ultraschallaktiviert gespült. Wenn der Zahn beschwerdefrei ist, werden die einzelnen Kanäle mit einem thermoplastischen Guttapercha (warme vertikale Kompaktion) bakteriendicht abgefüllt. Der obere Anteil des Zahnes wird danach gut gereinigt und mit einem speziellen Aufbaukunststoff aufgefüllt. Dieser verbleibt im Zahn und wird als Basis bei der späteren Präparation (Beschleifung) für eine Krone oder Teilkrone im Zahn verbleiben.
Heute können wir auch Zähne behandeln, die bereits wurzelbehandelt wurden, dabei sprechen wir von Revisionen. Dadurch kann in den meisten Fällen auf einen chirurgischen Eingriff, die sogenannte Wurzelspitzenresektion (WSR) verzichtet werden. Bei der Revision entfernen wir die alte Guttapercha und versuchen, die vorher unvollständige Säuberung des Zahns vorzunehmen. Auch hier ist heute die Erfolgsquote sehr gut bei bis zu 80- 85 Prozent.
Früher dachte man, dass wurzelbehandelte Zähne mit der Zeit spröde werden, da sie nicht mehr ernährt werden. Heute wissen wir Zahnärzte, dass die Zähne von außen durch die Wurzelhaut weiter gut versorgt werden. Doch es fehlt der Nerv und somit auch die Rückmeldung zum Gehirn. Die Folge: man beißt stärker auf diese Zähne. Im Seitenzahngebiet besteht deshalb die Gefahr, dass sie auseinanderbrechen. Daher versorgt man wurzelbehandelte Zähne im Seitenzahnbereich mit Kronen, Teilkronen oder Onlays, um einer Fraktur vorzubeugen. Der große Vorteil der Wurzelbehandlung ist, dass der eigene Zahn erhalten bleibt. Der Zahn muss nicht chirurgisch entfernt werden und ist durch die Behandlung wieder gesund.
Das Behandlungsziel der Wurzelbehandlung ist eine bakteriendichte Wurzelfüllung bis zur Wurzelspitze. Wenn die Behandlung erfolgreich war, können Sie ohne Entzündungen durch Ihren Alltag gehen und alle Speisen schmerzfrei genießen .
Behandlung
zahnwurzel
Kosten
Die hochqualitative Wurzelbehandlung ist aufwendig und entsprechende Kosten entstehen. Das hängt davon ab, wie komplex die Behandlung bei Ihnen ausfällt. Sie erhalten vor der Behandlung eine genau Übersicht der entstehenden Kosten von uns. Natürlich informieren wir Sie transparent und vorab, wie hoch ein eventueller Eigenanteil ausfallen würde. Bitte fragen Sie uns jederzeit, wenn wir Ihnen bei den Kosten oder der Behandlungsmethode weiterhelfen können.
Wir sind Dein freundliches Team der Zahnarztpraxis Dr. Karoline Waubke in München Schwabing – direkt am Nordbad. Bei uns bist Du in guten Händen, wir nehmen uns Zeit für Dich und planen unsere Termine so das möglichst keine Wartezeit für Dich entsteht.
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Eine unbehandelte Entzündung heilt nicht von selbst ab. Bakterien können sich über die Wurzelspitze in den Kieferknochen ausbreiten und dort eine Entzündung oder einen Abszess verursachen. Schmerzen können zeitweise nachlassen, wenn das Zahnmark abstirbt – die Infektion bleibt jedoch bestehen. Im schlimmsten Fall geht der Zahn verloren.
Zunächst wird der Zahn örtlich betäubt und möglichst mit einem Kofferdam vom Mundraum isoliert. Anschließend öffnet die Zahnärztin oder der Zahnarzt den Zahn, entfernt entzündetes oder abgestorbenes Gewebe und reinigt sowie desinfiziert die feinen Wurzelkanäle. Danach werden sie dicht gefüllt und der Zahn stabil verschlossen.
Meist gelangt durch tiefe Karies Bakterien in das Zahninnere und entzünden das Zahnmark, auch Pulpa genannt. Weitere Ursachen können undichte Füllungen, Risse im Zahn, starke Belastungen oder Verletzungen nach einem Unfall sein. Die Entzündung verursacht häufig zunächst eine Empfindlichkeit gegenüber Kälte, Wärme oder Süßem.
Wenn der Zahn langfristig erhaltungswürdig ist, ist eine Wurzelbehandlung meist die bessere Wahl: Der natürliche Zahn bleibt erhalten und die Zahnreihe stabil. Eine Entfernung ist sinnvoll, wenn der Zahn zu stark zerstört, nicht ausreichend behandelbar oder nicht stabil wiederaufbaubar ist. Danach sollte die entstandene Lücke zahnärztlich versorgt werden.
Eine Wurzelkanalbehandlung wird erforderlich, wenn das Zahnmark irreversibel entzündet oder bereits abgestorben ist. Typische Hinweise sind anhaltende, pochende oder spontane Zahnschmerzen, Schmerzen beim Aufbeißen, starke Temperaturempfindlichkeit, Schwellungen oder Veränderungen im Röntgenbild. Auch beschwerdefreie, abgestorbene Zähne können behandelt werden müssen, um Entzündungen zu vermeiden.
In den ersten Tagen sind leichte bis mäßige Druck- und Aufbissschmerzen normal, besonders wenn zuvor eine ausgeprägte Entzündung bestand. Auch das umliegende Gewebe kann empfindlich reagieren. Die Beschwerden sollten jedoch deutlich abnehmen. Bei zunehmenden Schmerzen, Schwellungen, Fieber oder anhaltenden Problemen kontaktieren Sie bitte zeitnah die Zahnarztpraxis.
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Standardbehandlung, wenn der Zahn als erhaltungswürdig gilt und eine erfolgreiche Behandlung voraussichtlich möglich ist. Bei hinteren Backenzähnen gelten zusätzliche Voraussetzungen, etwa der Erhalt einer geschlossenen Zahnreihe oder vorhandenen Zahnersatzes. Leistungen wie Operationsmikroskop oder elektrische Längenmessung können privat berechnet werden.
Die Diagnose ergibt sich aus mehreren Untersuchungen. Neben der Schilderung der Beschwerden prüft die Zahnärztin oder der Zahnarzt den Zahn auf Kälte-, Wärme-, Klopf- und Druckempfindlichkeit. Zusätzlich helfen Röntgenaufnahmen, Veränderungen an der Wurzelspitze oder im Kieferknochen zu erkennen. Auch der Zustand von Zahnfleisch, Füllungen und Nachbarzähnen wird beurteilt.
